TÜV Rheinland: Prüfsiegel „Schadstoffgeprüft“ gibt bei Kauf Orientierung / Im Zweifel Luftmessung durchführen lassen / Vorsicht bei vermeintlichen Onlineschnäppchen

Renovieren statt Urlauben. Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben bei vielen die Planungen für den Sommer über den Haufen geworden. Wer die Zeit nutzt, um die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen, sollte bei der Wahl der Materialien mit Bedacht vorgehen. Ob Lacke, Kleber, Farben, Teppiche oder Möbel: Eine wichtige Orientierung beim Kauf geben offizielle Label, wie das Prüfzeichen „Schadstoffgeprüft“ von TÜV Rheinland. Sie geben darüber Auskunft, ob strenge Grenzen beim Einsatz von beispielsweise Schwermetallen, Weichmachern, Farbstoffen, Lösungsmitteln oder Konservierungsstoffen eingehalten werden. „Wir prüfen nach eigenen Standards, die die deutschlandweiten verbindlichen Regelungen noch übertreffen“, betont Dr. Walter Dormagen, Schadstoffexperte bei TÜV Rheinland.

Während ein Großteil der Baumarktware entsprechende Label aufweist, befinden sich im Onlinehandel reichlich fragwürdige Produkte auf dem Markt. Vom Kauf vermeintlicher Schnäppchen mit fehlenden Zertifizierungen ist daher aus gesundheitlichen Gründen dringend abzuraten.

Der Geruch als guter Indikator

Bei der Verarbeitung der Materialien gilt es, die Herstellerangaben tunlichst zu beachten. So kann sich die Schadstoffbelastung in der Luft deutlich erhöhen, wenn etwa Lacke und Farben falsch verdünnt oder zu dick aufgetragen werden. „Der Geruch ist ein guter Indikator. Nach wenigen Wochen sollte dieser typische Neugeruch einigermaßen verflogen sein. Ist dies selbst nach Monaten nicht der Fall, sollte man handeln“, sagt Dormagen, dessen Kollegen auf Wunsch auch Luftmessungen in privaten Haushalten durchführen. Zudem sind die Experten auch bei Fertighausherstellern gefragt, die ihre Produkte von TÜV Rheinland als „Gesündere Gebäude“ zertifizieren lassen.

Lüften, lüften, lüften

Eine zu hohe Schadstoffbelastung in der Luft führt vor allem bei Allergikern schnell zu Schleimhautreizungen, Hautausschlag und Rötungen. Oftmals zeichnen dafür auch sogenannte Topfkonservierer verantwortlich, die die Haltbarkeit von Farben und Lacken erhöhen. Empfindliche Menschen sollten auf spezielle gekennzeichnete Produkte zurückgreifen, die diese Mittel nicht beinhalten. „Vor allem aber sollten Renovierende eines tun: lüften, lüften, lüften“, rät der Experte.

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