TÜV Rheinland: Jetzt im April von Winter- auf Sommerreifen wechseln / Schrauben immer über Kreuz festziehen / Kupferpaste schützt vor Korrosion

Bei vielen Autofahrern steht jetzt im April wieder der Reifenwechsel auf der Terminliste. Wer optimalerweise seit Oktober mit Winterreifen unterwegs war, zieht nun um die Osterzeit wieder die Sommerreifen auf – ganz im Sinne der Faustformel „von O bis O“. Während ein Großteil der Autobesitzer die Montage in einer Werkstatt durchführen lässt, greift rund jeder Fünfte selbst zum Wagenheber. „Gegen den privat durchgeführten Reifenwechsel ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Sofern die Betreffenden geeignetes Werkzeug besitzen und sich gut informiert haben“, sagt Thorsten Rechtien, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland. Ein Drehmomentschlüssel sollte zwingend vorhanden sein, um ein zu lasches Festziehen oder das Überdrehen der Schrauben zu verhindern. Ein Blick ins Fahrzeughandbuch reicht aus, um den Schlüssel richtig einzustellen. Dort ist vermerkt, wie viele Schraubendrehungen einen optimalen Halt gewährleisten – ein Wert, der sich von Fahrzeugtyp zu Fahrzeugtyp mitunter erheblich unterscheidet.

Position der Reifen wechseln

Auch ausreichend Platz und eine ebene Stellfläche sind für die private Montage Grundvoraussetzung. Zudem sollte die Position der Reifen von Saison zu Saison getauscht werden, um einen einheitlichen Verschleiß zu begünstigen. Dabei gilt: Nicht diagonal, sondern nur von vorne nach hinten und umgekehrt wechseln. Die Schrauben dabei immer über Kreuz festziehen, damit die Felge möglichst gleichmäßig an der Radaufhängung fixiert wird. „Es erleichtert die Montage, wenn die Felgenränder im Vorfeld mit Kupferpaste eingerieben werden. Das verhindert Korrosion und die Schrauben und Reifen lassen sich später leichter lösen“, empfiehlt Rechtien. Auch ratsam: die Felgen noch vor der Lagerung reinigen, damit Schmutz und Dreck gar nicht erst festtrocknen.

Winterreifen nur bis Profiltiefe von vier Millimetern wirklich wirksam

Um sich Arbeit zu sparen, greifen manche Autobesitzer auf Ganzjahresreifen zurück. Die sind eine Kompromisslösung und stoßen bei extremeren Bedingungen schnell an ihre Grenzen. In Deutschland ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vorgeschrieben. Winterreifen sind jedoch nur bis zu einer Profiltiefe von vier Millimetern wirklich wirksam.

Downloads

PDF

Pressemeldung als PDF
Download
Foto
Foto als JPG
Download

Ihr Ansprechpartner für redaktionelle Fragen:

Wolfgang Partz

Pressesprecher Mobilität

Wolfgang Partz kontaktieren

Sie haben Fragen zum Thema oder benötigen weitere Informationen? Kontaktieren Sie uns: