Partnerschaft für die Prüfung hochautomatisierter Fahrzeuge (von links): Holger Hütz, bei TÜV Rheinland global verantwortlich für Typprüfung von Fahrzeugen, Andreas Lauringer, CEO von Kontrol, Rico Barth, globaler Leiter des Kompetenzbereichs vernetztes und automatisiertes Fahren von TÜV Rheinland. Foto: TÜV Rheinland

Entwicklung und Validierung eines „automatisierten Fahrprüfers“ für hochautomatisierte Fahrzeuge der Stufe 3 / Regelkonformes Fahrzeugverhalten mit jeweils geltenden Verkehrsregeln und Gesetzen im Fokus / Verantwortung zur Einhaltung der Regeln ab Stufe 3 bei Fahrzeughersteller

TÜV Rheinland und das Unternehmen Kontrol aus dem österreichischen Linz haben eine Zusammenarbeit zur Prüfung von hochautomatisierten Fahrzeugen vereinbart. Im Rahmen der Kooperation entwickeln die beiden Partner unter anderem ein System, das überwachen kann, ob hochautomatisierte Fahrzeuge der Stufe 3 und höher regelkonform agieren. „Wir entwickeln quasi einen ‚automatisierten Fahrprüfer‘ für autonome Fahrzeuge“, erklärt Andreas Lauringer, CEO von Kontrol. „Unser System überwacht, ob sich ein hochautomatisiertes Fahrzeug an die jeweils geltenden Straßenverkehrsregeln, Normen und Gesetze hält.“ Grundlage des Kontrol-Systems ist die Überführung der jeweils relevanten lokalen Gesetze und Regelungen in einen Software-Algorithmus, der während der Fahrt deren Einhaltung überprüft.

Die Fachleute des Kompetenzteams „Future Mobility Solutions“ von TÜV Rheinland begleiten die Entwicklung des Systems von Kontrol. Im Rahmen der Validierung bewerten die Expertinnen und Experten des internationalen Prüfdienstleisters die Qualität des Systems. Zu den Prüfungen zählen die Simulation sowie die Erprobung des Systems in Fahrzeugen im Testbetrieb und unter realen Bedingungen. Hierbei stellt das Expertenteam von TÜV Rheinland das spezielle Messequipment sowie die Installation der Hardwaresysteme zur Verfügung. Ziel der Tests von TÜV Rheinland ist es unter anderem, Ansätze für die Zertifizierung des Systems zu entwickeln.

Systeme der Stufe 3 übernehmen die Fahraufgabe

„Die technische Entwicklung bei teilautonomen Fahrzeugen verläuft sehr rasch“, erklärt Rico Barth, globaler Leiter des Kompetenzbereichs vernetztes und automatisiertes Fahren bei TÜV Rheinland. „Schon bald gehen wir den Schritt vom teilautomatisierten Fahren der Stufe 2 – ADAS-Systeme, die den Fahrer unterstützen – hin zum hochautomatisierten Fahren der Stufe 3 und höher.“

Bei Stufe 3 des automatisieren Fahrens unterstützen die Systeme nicht mehr nur die Fahrerin oder den Fahrer, sondern übernehmen die Verantwortung für die Fahraufgabe. Mithin sind bei Stufe 3 die Fahrzeuge selbst und damit deren Hersteller für die Einhaltung der Straßenverkehrsvorschriften verantwortlich. „Das Interesse der Hersteller, ein jederzeit regelkonformes Verhalten ihrer hochautomatisierten Fahrzeuge sicherzustellen und dies auch nachzuweisen, ist sehr groß“, so Rico Barth weiter. „Das Kopilot-System von Kontrol kann als zusätzliche Sicherheitsstufe funktionieren und stellt damit einen wichtigen Baustein dar, um künftig hochautomatisierte Fahrzeuge sicher im Straßenverkehr zu bewegen.“

Kontrol im kurzen Porträt

Die Kontrol GmbH ist ein führendes und stark wachsendes Deep-Tech Saas Unternehmen mit Büros in Linz, München und im Silicon Valley. Kontrol wurde 2017 gegründet und beschäftigt aktuell mehr als 20 Mitarbeiter. Die proprietäre Softwaretechnologie von Kontrol wird eingesetzt, um die globale Mobilität mit all ihren Transportmitteln (Automobile, Busse, Lastkraftwagen, Flugzeuge, Dronen, Eisenbahnen etc.) grundlegend besser und sicherer zu machen.

Weitere Informationen zu Mobilitätslösungen der Zukunft unter www.tuv.com/landingpage/de/smart-mobility bei TÜV Rheinland.

Downloads

PDF

Pressemeldung als PDF
Download
Foto
Foto als JPG
Download

Ihr Ansprechpartner für redaktionelle Fragen:

Joerg Meyer zu Altenschildesche

Stellvertretender Konzernsprecher

Joerg Meyer zu Altenschildesche 

Sie haben Fragen zum Thema oder benötigen weitere Informationen?