Expertentreff und begleitende Ausstellung für das Bau- und Immobiliengewerbe / Referenten schildern ihre Erfahrungen und Erkenntnisse / Konferenz am 6. November 2020 in Nürnberg / www.tuv.com/radonkonferenz

Die Belastung durch Radon ist in Deutschland die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebserkrankungen. Dennoch ist das radioaktive Edelgas weitgehend unbekannt. Als Zerfallsprodukt von Uran kommt es natürlicherweise im Erdreich vor. „Dringt Radon an die Oberfläche, verteilt es sich in der Umgebungsluft. Durch den großen Verdünnungseffekt ist das Gas im Freien nur in geringer Konzentration vorhanden“, erklärt Dr. Walter Dormagen, Geschäftsfeldleiter Gefahrstoffe in der TÜV Rheinland Energy und selbst Referent der 1. Radon-Fachkonferenz am 6. November 2020 in Nürnberg. Allerdings kann Radon durch Risse oder schlecht abgedichtete Rohre auch in Gebäude eindringen und sich dort ansammeln. Keller und erdnahe Geschosse sind hiervon am stärksten betroffen. „Wichtig ist, dass man sich nicht über längere Zeit größeren Mengen Radon aussetzt. Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt für die Radonkonzentration einen Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft an.“

Strahlenschutzgesetz gibt klare Vorgaben

Seit 31. Dezember 2018 ist in Deutschland das neue Strahlenschutzgesetz in Kraft, das weitreichende Auswirkungen auf die Bauwirtschaft hat, sowohl beim Neubau als auch bei Bestandsimmobilien. „Darin wird erstmalig in Deutschland der Schutz von Menschen vor Radon gesetzlich geregelt und fordert von Planern und Ausführenden am Bau aktuelle Kenntnisse und Fertigkeiten zum radonsicheren Bauen und Sanieren und schafft neue Haftungsbedingungen für alle Akteure“, so Dr. Dormagen. Die 1. Radon-Fachkonferenz von TÜV Rheinland nimmt sich dieser Heraus­forderung an und richtet sich u.a. an Bausachverständige, Architekten, Bauingenieure, Gebäude­energieberater, Führungskräfte von Baustoffherstellern und Baustoffhandel, Geschäftsführer und verantwortliche Beschäftigte von ausführenden Fach­betrieben, Baujuristen, Regulierungsbeauftragte der Versicherungswirtschaft, Behördenvertreter, Wohnimmobilienverwalter sowie Fach- und Führungskräfte der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft.

Wichtige Fragestellungen

Die Teilnehmer der Konferenz erhalten aktuelle Status-Reports und zahlreiche Best-Practice- und Erfahrungsberichte zu Fragestellungen wie: Macht Radon krank? Welche Regelungen und Maßnahmen gibt es in Deutschland zum Schutz vor Radon? Wie lässt sich Radon sicher detektieren? Oder: Die DIN (SPEC) 18117 – Neue Norm zum baulichen und lüftungstechnischen Radonschutz. „Unsere Konferenz bildet die perfekte Plattform für einen intensiven Erfahrungsaustausch und Diskussion mit Experten von Behörden, aus der Wissenschaft, von Testinstituten, Juristen und Immobilien-Profis“, so Dr. Dormagen. Die Teilnahme an der Konferenz kann auch als Weiterbildungsveranstaltung angerechnet werden, zum Beispiel zur Re-Zertifizierung eines PersCert TÜV Abschlusses.

Nähere Informationen zur Konferenz unter: www.tuv.com/radonkonferenz

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Ralf Diekmann

Pressesprecher Produktprüfung + Academy & Life Care

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